Nacionalni park "Plitvička jezera"

Kulturgeschichtliches Erbe

Die archäologischen Forschungen zeigen, dass es im Nationalpark auch prähistorische Siedlungen gab, und dass im Ort, genannt Gradina, die Reste des Illyrischen Stamms Japodi gefunden wurden. Im gleichen Ort bauten die Römer Wachstuben, auf deren Fundamenten später das Kloster gebaut wurde. Die Gründer waren wahrscheinlich die Templer oder die Paulaner. Seit dem 7. Jahrhundert siedeln sich hier langzeitig die Kroaten an. Die türkischen Eroberer waren hier von 1528 bis Anfang des 18. Jahrhunderts anwesend. Österreich gründet die Militärgrenze und stoppt das Eindringen der Türken zu Europa.

Auf dem Gebiet am See siedeln ich die Viehzüchter an, die in den Wäldern Holzhütten und an den ausgerodeten Gebieten Wohnsiedlungen bauen. Aus der Hirtenhütte entwickelte sich das Likaner-Blockhaus mit dem Keller aus Stein. Die Dächer sind schräg und mit Schindel oder Roggenstroh bedeckt.

Im Jahr 1861 wird die Verwaltung für Grenzwälder gegründet, die in Velika Poljana das „Haus für Reisende“ bauen lässt, und das Volk gibt ihm den Namen „ Das Kaiserhaus“, weil darin die Kaiseroffiziere verbleiben. Am heutigen Labudovac baut der Händler aus Senj, Devčić, 1890 das erste Gasthaus und das erste Sägewerk, aber bald brennt alles in einem Brand nieder. Janaček aus Zagreb renoviert die Herberge mit Gasthaus und nennt sie „Janačeks Heim am Labudovac“.

Im Jahr 1896 wurde das erste Hotel für 200 Gäste in Velika Poljana gebaut. Das war ein einstöckiges Objekt aus Stein und Holz, gebaut im Stil der Čardaks aus Krajina. 1920 wird das Hotel ausgebaut und modernisiert, und 1939 verschlingt es ein Brand. Bis zum Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts werden Wohngebäude und Hotel-und Gasthausobjekte gebaut, und zwar nach Projekten von kroatischen Architekten: Ostrogović, Haberle, Strižić, Horvat, Marohnić und I. Böhm. Einige von ihnen sind leider in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts auf Verlangen der damaligen Verwaltung heruntergerissen worden.

Das ganze Gebiet war in der Zeit des Heimatkriegs okkupiert, die kroatische Bevölkerung war verbannt, und die Häuser waren vernichtet und abgebrannt. Sonstige Gebäude waren ruiniert.

Die Wohngebäude in den Wohnsiedlungen wurden im Stil der Bautradition und unter den Bedingungen des Restaurators renoviert, und öffentliche Gebäude werden immer noch renoviert.

Im Parkgebiet sind die Gebäude des Traditionsgewerbes sehr wertvoll und attraktiv, die mithilfe des Wassers funktionieren: Mühlenhäuser, Sägewerke und Hütten, die nach und nach renoviert und den Besuchern präsentiert werden. In der Siedlung Korana wurde ein Mühlenhaus im Jahr 2002 renoviert, und gerade fängt die Renovierung des Sägewerks „Špoljarić“ an.

Gemäß der internationalen Empfehlungen über den Schutz von Kultur-und Naturerbe, die darauf beruht, dass das natürliche und kulturelle Erbe eine harmonische Einheit ausmachen, ist es nötig, den kulturellen Teil des Erbes planmäßig und in Abstimmung mit den internationalen Konventionen zu schützen, und darauf verpflichtet der hohe Schutzgrad des Nationalparks Plitvicer Seen.