Nacionalni park "Plitvička jezera"

Travertin

Geologische Eigenschaften des Nationalparks

Das Gebiet des Nationalparks Plitvicer Seen gehört zum dinarischen Karstgebiet und ist eine der eindrucksvollsten Karsteinheit in der Welt mit spezifischen geologischen, geomorphologischen und hydrologischen Eigenschaften. Im Gebiet des Parks dominieren mesozoische Kalksteine mit Dolomiteinlagen, aber auch nur Dolomite. Das Verhältnis der leicht durchlässigen oder wasserhaltbaren Dolomite zu den spaltigen und wasserdurchlässigen Ablagerungen des Kalksystems aus der Jura-Zeit war für das heutige Aussehen des ganzen Gebietes verantwortlich. Spezifisch hydrologische Felseigenschaften haben das Wasserbeibehalten in den Dolomitfelsen aus der Trias ermöglicht. Die Seebildung haben die Travertinbarrieren ermöglicht.

Travertinbarrieren

Das Wasser in den Plitvicer Seen ist mit geschmolzenem Kalziumkarbonat in Form von Kalziumkarbonat übersättigt. Aus solch mineralisiertem Wasser in den Wildwassern und besonders an den Travertinbarrieren scheidet wegen des Wasserschäumens von Kalziumkarbonat (Kalzit) in Form von Kristallen aus, die sich dann ablagern. Die chemische Hauptformel für Travertinablagerung sieht so aus:


Ca (HCO3)2+Wasserschäumen → CO2+H2O+CaCO3↓ (Travertin)

Was für unser Auge nicht erkennbar aber dafür für diesen spezifischen und komplexen Prozess der Travertinbildung wichtig ist, sind die blaugrünen Algen (Cyanobacteria), Kieselalgen (Diatomeae), verschiedene Bakterien, Protozoen (einzellige Organismen) und mehrzellige mikroskopische Organismen. Diese Organismen stellen den Lebensraum dar, der sich an Steinen, Pflanzen (Moos) und Gegenständen im Wasser entwickelt. Mikrokristalle des Kalzits heften sich an die mukopolysaccharide Materie, die von Algen und Bakterien ausgeschieden werden. So angeheftete Kristalle stellen die Kristallisationsstelle dar, um die sich weiter das Kalziumkarbonat aus dem Wasser ablagert und die bekannten Travertinbarrieren bildet. Die häufigste Moosart, die die steilen und die senkrechten Travertinbarrieren überdeckt und bei der Travertinbildung teilnimmt, ist Cratoneuron comutatum. Sie wird schnell zu Stein. Das Moosaussehen ist im Travertin gut erhalten. An den ruhigeren Stellen bildet die Wassermoosart Bryum pseudotriquetrum den Travertintyp Bryum. Der Prozess der Travertinbildung stammt aus der weiten geologischen Vergangenheit, aber nur unter Bedingungen des warmen und feuchten Klimas, das dem heutigen Klima ähnelt. Das Alter der aktiven Travertinbarrieren wird zwischen 6.000 und 7.000 Jahre geschätzt, was ihrer Entstehung nach der letzten Eiszeit entspricht. Wuchs und Entwicklung der Travertinbarrieren werden im Falle einer Störung der physisch-chemischen und biologischen Faktoren gefährdet, die beim Prozess der Travertinbildung teilnehmen.