Nacionalni park "Plitvička jezera"

Wissenschafts-und Forschungstätigkeiten

Der Nationalpark Plitvicer Seen schenkt große Aufmerksamkeit den Wissenschafts-und Forschungstätigkeiten. Im Bezug auf Einleitung, Intensivierung und Koordination der Wissenschaftsforschungen spielt die Gründung der Wissenschafts-und Forschungsstelle - Biologische Station „Plitvička jezera“- im Jahr 1961 eine wichtige Rolle. Sie wirkt trotz der Namenänderung , Lokationsänderung und kurzer Unterbrechungen auch heute noch als Wissenschafts-und Forschungszentrum „Ivo Pevalek“ (Špoljarić und Belančič 2009).

Große Zahl der veröffentlichten Werke aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft mit dem Thema Plitvicer Seen zeigt großen Wert und Attraktivität dieses Gebiets.

Die wissenschaftlichen Forschungen an den Plitvicer Seen haben über 160 Jahre lange Geschichte.

  • Im Jahr 1850 führt der Major Franz Bach limnologische Messung der Tiefen durch, während Dr. Josip Sauch die erste geologische Forschung durchführt. Danach folgen botanische (J. Schlosser und Lj. Vukotinović) und zoologische Forschungen (D. Šoštarić).
  • Im Jahr 1893 wird die Gesellschaft für Einrichtung und Verschönerung der Plitvicer Seen und der Umgebung gegründet. Die Gründung der Gesellschaft hat der Universitätsprofessor Dr. Gustav Janeček veranlasst, und zwar mit dem Ziel die Naturgegebenheiten dieser Landschaft zu erforschen.
  • In den nächsten Jahren werden die Forschungen von Franić, Gavazzi, Koch, Rösler, Pevalek und Roglić durchgeführt.
  • Einer der meist verdienstlichen Personen für die endgültige Kundgabe der Plitvicer Seen als Nationalpark am 8. April 1949 wird der Prof. Ivo Pevalek angesehen. Die Entdeckung, dass das Wassermoos und die Algen für die einzigartige Geomorphologie der Plitvicer Seen ausschlaggebend sind, und dass das Grundphänomen der Plitvicer Seen die Entstehung der Kalksteingebilde ist, hat Ivo Pevalek die ernsthaften Bedenken über den gesetzlichen Schutz der Plitvicer Seen angeregt.
  • Seit 1951 fängt die Arbeit des Teams von Petrik, Iveković, Emili und der Mitarbeiter (Limnologie) an und die Forschungen werden vom Nationalpark multidisziplinär und organisiert. Resultate dieser Forschungen wurden 1958 im Sammelwerk “Plitvička jezera Nacionalni park“ (deut. Plitvicer Seen Nationalpark) veröffentlicht. Im Sammelwerk haben folgende Menschen ihre Werke veröffentlicht: Čulinović (Geschichte), Pevalek (Botanik), Redenšek (Speläologie), Thaler (Ichthyologie), Makjanić (Klimatologie), Rucner (Ornithologie), Kovačević (Entomologie), und Roglić (Geografie).
  • Im Jahr 1959 fangen komplexe hydrobiologische Forschungen unter der Leitung von der Biologieprofessorin Ljubica Kostić-Brnek an.
  • In der Zusammenarbeit mit dem Institut für Biologie der Universität in Zagreb wurde am 9. August 1961 die Biologische Station „Plitvička jezera“ gegründet, die in Plitivčki Ljeskovac ihren Sitz hatte. Die Arbeit der Biologischen Station, auf dessen Grundlage Kostić-Brnek und Brnek- Kostić (Saprobiologie), Matoničkin, Pavletić (Biozönologie), und Emili (Bakteriologie) ihre Forschungen durchführen, wird in der ersten Ausgabe des Plitvicer Bulletins für den Zeitraum von 1959 bis 1965 herausgegeben.
  • Im Jahr 1974 wurde das erste Symposium über den Schutz der Plitvicer Seen abgehalten, und es wurde das erste Sammelwerk „Plitvička jezera- Čovjek i priroda“ (deut. Plitvicer Seen - Mensch und Natur) herausgegeben, welches einige Werke bringt, die innerhalb der 25 Jahre des Bestehens vom Nationalpark durchgeführt wurden, Roglić (Geomorphologie); Polšak (Geologie); Martinović (Bodenkunde); Kostić-Brnek, Brnek-Kostić (Limnologie); Plavšić-Gojković (Flora); Cestar und Mitarbeiter (Waldwirtschaft); Plavšić-Gojković und Mitarbeiter (Urwaldvegetation); Marković (Bibliografische Angaben) und Gušić, Vidaković, Korica, Šuvar, Blažević, Marković, Lay, Šimunović, Prica, Movčan, Bosanac (wirtschaftliche und soziale Themen).
  • Im Jahr 1975 wurde in der Wohnsiedlung Mukinje an den Plitvicer Seen die Wissenschaftsstation „Ivo Pevalek“ geöffnet, wodurch die Arbeit der Biologischen Station weitergeführt wurde. Die Arbeit wurde seitdem über das Programm genannt „Plitvicer Forschungsprojekt“ organisiert von 1976 bis 1980 durchgeführt .
  • Der Stationsleiter, Aleksandar Brnek-Kostić bereitet den Text und die Unterlage für die Einschreibung der Plitvicer Seen in die Liste-UNESCO-Welterben (von 1979) vor.
  • In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts werden die Forschungen aus dem vorigen Jahrzehnt weitergeführt, und es fangen auch einige Neue: Stilinović, Futač (Sanitärwasserwerte); Redžepović und Mitarbeiter (Mikrobiologie der Waldboden); Tortić (Pilze); Eberhardt, Šegulja, Krga (Grasvegetation); Huber, Roth (Bären); Poje (Klimatologie); Blaženčić und Blaženčić (Makrophytenvegetation); Huber, Roth (Bären), Poje (Klimatologie); Horvatinčić, Srdoč (Chemische und isotope Forschungen der Karstwasser); Marušić, Ćuruvija (Hydrologisch-hydrochemische Forschungen); Habdija, Primc-Habdija, Belinić (Limnologie); Martinović, Vranković, Pernar (Bodenkunde); Krga (Vaskuläre Flora); Bristol, Mayberry (Forellenschädlinge); Al Lecount (Führung der Bären und sonstigen Wildes).
  • Der Nationalpark veröffentlicht den Plitvicer Bulletin Nr.2 im Jahr 1989, dann Nr.3 und 4 im Jahr 1990/91, und Nr.5 im Jahr 1992, danach kam es wegen kriegerischer Situation zu Unterbrechung der Herausgabe.
  • Im Jahr 1999 wurde das Wissenschaftssymposium über den Schutz der Plitvicer Seen organisiert. Danach wurde die Publikation „50 Jahre des Nationalparks Plitvicer Seen (1949-1999) - Mensch und Natur II. herausgegeben.
  • Die wissenschaftliche Arbeit wurde wieder mit finanzieller Hilfe des Nationalparks durch das Projekt „Projekt für Schätzung des ökologischen Zustands im Aquatorium“ , durch einige Inventurprojekte und durch Wald-und Hydrowissenschaftsprojekte hergestellt.
  • Die Arbeit der Wissenschaftsstation wird im Rahmen des Wissenschaftlich-fachlichen Zentrums „Ivo Pevalek“ weitergeführt, das 2003 im neu gebauten Gebäude in Velika Poljana geöffnet wurde.
  • Mit der Wiederherstellung der Forschungsarbeit wurde von 1997 bis 2010 eine große Zahl an Teams engagiert: Kerovec und Mitarbeiter (Biologisch-ökologische Forschungen des Aquatoriums ); Stilinović, Habdija (Forschungen der Stufe von Kalksteinbildungen); Leiner und Mitarbeiter (Autochthone Ichthyiofauna); Čož-Rakovec und Mitarbeiter (Genstruktur der Forelle und Populationserneuerung); Šegulja und Mitarbeiter (Grasvegetation); Lukač (Inventarisierung der Orinthofauna, der Singvögel, der Spechte); Tutiš und Mitarbeiter (Raubvögel und Eulen); Tvrtković und Mitarbeiter (Inventarisierung der Fledermäuse); Kučinić (Köcherfliegen und Schmetterlinge); Šašić (Schmetterlinge und Bläulinge); Kranjčev (Orchideen); Obelić und Mitarbeiter (Anthropogene Verschmutzung nach dem Krieg); Biondić und Mitarbeiter (Hydrogeologie); Omanović und Mitarbeiter (Ökotoxikologie); Kralj und Mitarbeiter (Der Einfluss von Waldsteuerung auf den Reichtum und Vielfältigkeit der Fauna); Posavec (Walwirtschaft); Markowska (Erosionsprozesse am Ufer des Sees Kozjak); Tikvić und Mitarbeiter (Waldökologie); Anić (Waldwirtschaft) und Pribičević, Medak (Geodätische Forschungen). Ein Teil der Werke wurde im Jahr 2004 im Plitvicer Bulletin Nr.6 veröffentlicht.
  • Anlässlich der Feier des 60. Jubiläums von der Bekanntgabe des Nationalparks Plitvicer Seen und des 30. Jubiläums von der Einstufung, in die Liste-UNESCO-Welterbe hat, die Verwaltung des Nationalparks einen wissenschaftlich-fachlichen Kongress organisiert, der unter der Patenschaft vom Kulturministerium stand und in der die Resultate der neusten Forschungen in diesem Gebiet dargestellt wurden. Im Jahr 2011 wurde das Sammelwerk vom genannten Kongress herausgegeben.